LSD
erarbeitet vom Religionskurs der Fachoberschulen 1998


 
 
 

Was ist LSD?

LSD (Lysergasäurediäthlamid) oder "Acid" ist eine aus dem Mutterkorn (ein Getreidepilz) synthetisierte Substanz, die zur Gruppe der Halluzinogene (wie auch Psilocybin- Pilze, Peyorem Meskalin) gehört. LSD wurde 1938 durch den Chemiker Hofman bei dem Versuch, ein neues Medikament zu finden entdeckt. Die Grundsubstanz, der "Mutterkorn- Pilz", wurde bereits in der späten Vergangenheit bereits zu religiösen und heilenden Zwecken verwendet. Noch in der Mitte der Sechziger Jahre wurde mit LSD als Medikament zur psychiatrischen Behandlung von Drogenabhängigkeit, Alkoholismus und Selbstfindungsstörungen experimentiert. Darüber hinaus untersuchte das CIA die Möglichkeit, LSD als Wahrheitsdroge einzusetzen. Erst mit Beginn der Hippie- und Drogenexperimentier- Aera um 1968 wurde LSD zur illegalen Droge erklärt. Als Halluzinogene oder psychedelische Droge wird LSD in der Regel gestreckt und in unterschiedlichen Stoffkonzentrationen angeboten. Gegenwärtig sind etwa 20 verschiedene Acid- Sorten mit phantasievollen Namen wie "Batman", "Drachen", "Erdbeere", etc. auf dem Schwarzmarkt.
 

Wie wird LSD eingenommen?

Die Droge wird meist in verschiedenen "fun"- designen imprägniert auf Eßpapier eingenommen. Außerdem kann LSD in Form von Microtabletten oral eingenommen werden. Hierzu ist zu sagen, daß LSD bereits in kleinen Dosen von etwa 25 Mikrogramm effektiv ist.
 

Wie wirkt LSD?

LSD wurde früh als Schlüssel betrachtet, der den Geist für neue Erfahrungen und Erkenntnis "öffnet. Allgemein sensibilisieren Halluzinogene oder psychedelische Drogen die Sinne, erhöhen die Geschwindigkeit der Informationsaufnahme und verändern das Bewußtsein von Zeit und Raum. Es treten starke visuelle Effekte (inklusive Farben) und eine veränderte Wahrnehmung von Gerüchen, Bewegungen und Berührungen auf.

LSD- Erfahrene sprechen von einer erhöhten Selbstwahrnehmung sowie mystische und ekstatische Erfahrungen. Der Geist scheint vom Körper abgespalten zu sein. Die geistige Wirkung ist jedoch stark von der bei der Einnahme bereits vorhandenen psychischen Verfassung abhängig, den diese wird durch den "Trip" verstärkt. Darüber hinaus können durch den LSD-Gebrauch nicht realisierte Ängste an die Oberfläche gelangen und die Unsicherheit verstärken (hierzu siehe unter "Nebenwirkungen"). Als körperliche Reaktion währe Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit zu nennen.
 

Welche Nebenwirkungen und Risiken hat LSD?

Ende der sechziger wurde in den Medien eine Negativ- Propagenda geschaltet, in der LSD als "Horrordroge" abgestempelt wurde. Es gingen Berichte über gesundheitliche Gefahren des LSD- Gebrauches durch die Medien. Es war die Rede von Hirnschäden deformierte Babys, Psychosen, dem Irrglauben fliegen zu können, etc.. Diese Berichte haben sich jedoch nicht in der Form bewahrheitet. Wie jedoch bereits erwähnt, kann LSD nicht realisierte Ängste an die Oberfläche bringen und somit Unsicherheit hervorrufen. Diese Unsicherheit kann sich dann leicht in Paranoia umschlagen, da während des Rausches die Fähigkeit fehlt, die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken. LSD führt weder zu einer körperlichen Abhängigkeit noch zu Entzugserscheinungen. Nur in seltenen Fällen kann eine psychische Abhängigkeit nach der psychoaktiven Rauschwirkung entstehen. Weiterhin Können noch nach Monaten nach der Einnahme LSD's sogenannte "Flashbacks" (ein kurzzeitig wiedereingetretener Rauschzustand) auftreten.

Es liegen keine seriösen Berichte von Fällen der Überdosierung mit LSD vor.