Kokain und Crack - die Egodroge
erarbeitet vom Religionskurs der Fachoberschulen 1998


 
 
 

Definition:

Kokain ist ein weißes, kristallines Pulver, das mittels chemischer Verfahren aus den Blättern des Kokastrauches, der in Peru und Bolivien heimisch ist, hergestellt wird. Es enthält in den Blättern die Tagesration an Kalzium, Eisen, Phosphor und Vitamine. Kokain gilt als "harte" illegalisierte Droge Bis in das Jahr 3000 v. Chr. l"0t sich die kultisch - religiösen und heilpraktische Nutzung der Koka-Pflanze durch die Indios zurückverfolgen

Crack (oder Base, Rocks ) ist die freie Base des Kokain- Hydrochlorid, die durch chemische Umwandlungen mit anorganischen Stoffen wie Backpulver, Äther oder Ammoniak gewonnen wird. Crack hat die Form weißer Kügelchen und zeichnet sich im Gegensatz zu Straßenkokain durch einen sehr hohen Reinheitsgehalt von ca. 88,1 % aus.
 

Anwendung:

Kokain wird geschnupft, gespritzt, geraucht und von den Indios auch gekaut. Früher wurde Kokain zur Heilung von Tuberkulose, Verdauungsproblemen, als Stimulans bei Depressionen, zur Linderung von Asthma, zur Betäubung, bei Alkoholismus und Morphiumsucht verabreicht. Als Genußmittel wurden geringe Mengen Kokain auch dem Getränk Coca - Cola ( von 1886 -1906 ) beigefügt außerdem wurde Coka - Wein hergestellt.
 

Wirkung:

Kokain führt zu starker Erregung des zentralen Nervensystems, Es kommt zu folgenden typischen Symptomen: Rededrang, Euphorie, übersteigerten Kontaktbedürfnis, Hemmungslosigkeit, auch sexuelle Erregung oder gesteigerte sexue11e Phantasien, Sinnestäuschungen, Mißtrauen und Halluzinationen, Hunger und Müdigkeit werden unterdrückt, ein positives Selbstwertgefühl und Zufriedenheit breiten sich aus. Die Phase, in der die Wirkung als positiv empfunden wird, kann in einen als Zusammenbruch erlebten Endzustand übergehen.
 

Langzeitfolgen und Abhängigkeit:

Mit zunehmender Abhängigkeit entwickeln sich Mißtrauen, Aggressionen, Schlaflosigkeit, Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit und Abmagerung bis zum völligen körperlichen Verfall. Wegen der psychischen Gewöhnung an die Wirkung findet eine rasche Dosierungssteigerung statt.

Kokain ist als Stimulans eines der am stärksten suchterzeugenden Substanzen. Im Entzug gibt es kaum schwere körperliche Anzeichen. Schwere Depressionen mit Selbstmordgefahr und starker Hunger nach der nächsten Dosis begleiten den Entzug.