Cannabis
erarbeitet vom Religionskurs der Fachoberschulen 1998


 
 

Definition:

Cannabis heißt die Pflanze, aus der Haschisch und Marihuana gewonnen werden. Haschisch ist das gepreßte Harz der Pflanze, Marihuana sind die getrockneten Blüten und Blattspitzen. Der hauptsächlich berauschende Wirkstoff der Pflanze heißt Tetrahydrocannabinol ( THC ).
Ein Gramm kostet auf dem Schwarzmarkt zwischen 8.00 DM und 15,00 DM und reicht je nach Qualität und Gewöhnung für 2 - 5 leichte Rauschzustände.
 

Anwendungsbereich:

Als Rauschdroge wird Haschisch meist mit Tabak vermengt geraucht. Jedoch kann es auch in Getränken wie Tee oder Kakao aufgelöst werden oder mit Speisen vermengt zu sich genommen werden.
Cannabis kann in Form von Joints geraucht werden, etwas heftiger ist es, wassergekühlte Rauchgeräte, wie z.B. "Blubber" oder "Eimer" zu rauchen.
 

Wirkung:

Die Rauschwirkung beträgt 2 - 4 Stunden und steht in engem Zusammenhang zur Grundstimmung der konsumierenden Person. Sie reicht von euphorischen Stimmungshochs über Redseligkeit und Entspannung bis zu leichte» Halluzinationen und Angstzuständen. Da Cannabis in erster Linie beruhigend wirkt, kann es zum Problem werden, wenn es häufig und über einen längeren Zeitraum konsumiert wird: Lustlosigkeit und allgemeine Interesselosigkeit können sich dann einste11en.
 

Gesundheitsrisiken:

Ähnlich wie Tabak schädigt Cannabis, wenn es geraucht wird die Atemwege. Da die Wirkung der Droge das Raum - und Zeitempfinden beeinflußt ( Entfernungen und Geschwindigkeiten können nicht exakt wahrgenommen werden ), sind berauschte Cannabiskonsumenten nicht mehr in der Lage, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen.
 

Form der Abhängigkeit:

Bei regelmäßigem Konsum kann es zu einer psychischen Gewöhnung kommen, die Entwicklung einer seelischen Abhängigkeit ist selten.